Teilnehmer-Interview Verwaltungsfachangestellter

Seit März 2019 ist Marcel M. Teilnehmer in der Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten bei BBQ in Berlin Charlottenburg. Wir haben mit ihm über die Umschulung gesprochen.

BBQ: In welchem Beruf haben Sie vorher gearbeitet?

Marcel M.: Ursprünglich komme ich aus der Werbebranche. Über 4,5 Jahre habe ich als Projektmanager in einer Werbeagentur gearbeitet. Dementsprechend verfüge ich auch über viel Erfahrung in der Büroarbeit und Projektbetreuung etc.

BBQ: Welche Berufe haben Ihre Mitschüler in der Umschulung?

Marcel M.: Das ist recht unterschiedlich. Es ist eine große Bandbreite abgedeckt: Von der Friseurin bis hin zum Fotografen ist vieles dabei. Den größten Anteil stellen allerdings kaufmännische Berufe. Es ist schon recht markant, dass viele Umschüler vorher einen kaufmännischen Beruf ausgeübt haben. Ein Koch ist auch noch dabei. Am exotischsten ist wohl schon der Fotograf – so vom Fotograf zum Verwaltungsfachangestellten ist schon ein Schritt.

BBQ: Und warum haben Sie sich für die Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten entschieden?

Marcel M.: Als Projektmanager habe ich relativ viele Projekte mit den Kommunen betreut. Damals habe ich im Ruhrgebiet von Seiten der freien Wirtschaft mit den Kommunen zusammengearbeitet. Als mir klar wurde, dass ich mich beruflich umorientieren will, habe ich mich dafür entschieden, auf die Seite der öffentlichen Verwaltung zu wechseln. Warum? Weil ich schon immer eine Affinität zu Organisation und Verwaltung hatte. Und durch mein begonnenes Jura-Studium habe ich auch einen Hang zur Juristerei. Die Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten ist für mich eine gute Mischung aus meiner bisherigen Tätigkeit und meinem Interesse an rechtlichen Themen und der Verwaltungsorganisation.

BBQ: Das passt ja dann sehr gut. Und wie sind Sie auf BBQ als Bildungseinrichtung gekommen?

Marcel M.: Ich musste halt recherchieren, um Anbieter zu finden, die mir die Umschulung ermöglichen. Und da war BBQ der erste Bildungsanbieter, den ich im Internet gefunden habe. Und ich habe relativ schnell einen Beratungstermin bekommen. Ich wollte ja eigentlich erstmal nur schauen, was mich erwarten würde. Aber alles hat kurzfristig und unkompliziert geklappt und dementsprechend bin ich auch bei BBQ geblieben.

BBQ: Was war für die Anmeldung zur Umschulung alles nötig und wie lange hat es gedauert?

Marcel M.: Auch das war sehr kurzfristig. Dadurch, dass ich mich halt schon vorher informiert hatte, was alles benötigt wird. Es ist ja auch nicht so umfangreich. Also, wenn man einen Bildungsgutschein hat, ist das ja quasi die Grundvoraussetzung erst mal, um einen einfachen Einstieg zu bekommen. Als ich meinen Bildungsgutschein hatte, war es ein recht kurzer Weg. Bereits beim ersten Beratungsgespräch hatte ich die benötigten Informationen und Unterlagen bei BBQ abgegeben. Dann braucht ich nur noch die Vorinformationsblätter ausfüllen, so dass mein Vertrag recht kurzfristig fertiggemacht wurde. Wenn ich mich recht erinnere, hat es ca. 2 Tage gedauert.

BBQ: Mussten Sie noch einen Test bestehen?

Marcel M.: Der Test war ja die Voraussetzung, um überhaupt in den Kurs rein zu kommen. Der ist von der Verwaltungsakademie, also von der prüfenden Stelle vorgeschrieben. Dementsprechend müssen alle Bildungsanbieter diesen Test durchführen. Ja klar, den musste man natürlich vorher absolvieren.

BBQ: Fanden Sie den Test schwer?

Marcel M.: Interessanterweise fand ich ihn schwer, ja. Ich fand ihn vor allem umfangreicher, als ich es erwartet hätte. Vorher hatte ich keine Vorstellung wie lange oder wie umfangreich das überhaupt sein wird. Ich bin mit der Erwartungshaltung hergekommen, dass ich ca. in einer halben Stunde mit dem Test durch bin. Im Internet hatte ich mich vorher ein wenig informiert, welche Wissensgebiete so abgefragt werden. Das war ja das Übliche, eigentlich. Wie in einem Assessment Center halt. Das dann aber so ein Test von 2,5 Stunden einem vorgelegt wird, war dann schon überraschend. War hart an der Grenze. Leider hatte ich auch nichts zum Essen und Trinken dabei. *lacht* Natürlich ist es auch immer ganz individuell: Dem einen fallen Kopfrechenaufgaben schwerer, dem anderen fallen die politischen Wissensfragen schwerer. Wieder anderen fällt das politische Denken schwerer. Alles in allem ist der Test ein guter Querschnitt durch das Allgemeinwissen. Besonders schwer würde ich ihn rückblickend nicht einschätzen. Also, wenn man den Beruf ausüben möchte und vor allem auch die Umschulung machen möchte, dann ist das schon ein sinnvoller Test. Gerade diese Verknüpfung von Wissen, logischem Denken, Rechenaufgaben und schneller Auffassungsgabe. Das ist das A und O. Weil das Tempo ist schon ziemlich hoch.

BBQ: Aber Sie haben das geschafft.

Marcel M.: Ja, ja, ich bin nicht der Einzige. Es gibt ja noch andere Leute, die das geschafft haben. Das spricht auch dafür, dass es nicht allzu schwer ist.

BBQ: Was gefällt Ihnen hier bei der Umschulung bei BBQ?

Marcel M.: Die Abwechslung. Ich hatte erst die Erwartung, dass es Blockunterricht wäre. Im Sinne davon, dass ein Themenblock nach dem anderen abgearbeitet wird. Das ist nicht der Fall. Das sind in jeder Woche mehrere Module, die in einer Woche abgearbeitet werden. Pro Tag ein Modul. Das kann man positiv und negativ finden. Ich find’s eher positiv, weil man nicht zu sehr in eine Lethargie des Wissens verfällt. Man fühlt sich nicht gelangweilt. Und nicht jedes Modul liegt einem auch gleich. Es gibt auch Module, die einem schwerer fallen. Und dann ist es ganz gut, wenn man wieder ein Modul hat, wo man sich ein bisschen sicherer fühlt. Das finde ich super. Das finde ich auch echt gut, weil es das Lernen vereinfacht. Überhaupt, dass es die Möglichkeit zu dieser Umschulung gibt, ist schon großartig. Auch die Räumlichkeiten sind gut: hell, modern, offen. Da macht das Lernen auch mehr Spaß. Wir haben ja diese eine zentrale Küche mit Aufenthaltsraum und da treffen sich alle Kurse zwischendurch. Das ist auch toll. Und die Kommunikation zwischen Verwaltung und uns ist sehr kurz und sehr schnell. Das ist ein großer Vorteil.

BBQ: Ist Ihnen schon aufgefallen, dass wir dabei sind, den Eingangsbereich neu und freundlicher zu gestalten?

Marcel M.: Ja und es ist das Erste, was man von BBQ wahrnimmt, wenn man zum ersten Mal herkommt. Ist wichtig, dass man sich hier auch emotional wohl fühlt.

BBQ: Und wissen Sie denn auch schon, wo es hingehen soll nach der Umschulung? Haben Sie schon konkrete Vorstellungen?

Marcel M.: Naja, bei uns steht jetzt ja erst mal das Praktikum an. Das ist auch gerade ein großes Thema bei allen Teilnehmern. Ich habe schon meinen Praktikumsplatz. Da ich auch relativ frühzeitig wusste, wo ich hinmöchte. Das hat glücklicherweise dann auch geklappt. Es heißt ja noch lange nicht, wenn man es möchte, dass es dann auch funktioniert. Also ich absolviere mein Praktikum bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft im Bereich der öffentlichen Auftragsvergabe und Unternehmenskontrolle. Und das wäre schon der Bereich, wo ich am Ende dann auch hinmöchte.

BBQ: Genau auf der anderen Seite.

Marcel M.: Also, wirklich genau auf der anderen Seite. Und genau da, wo ich auch hinwollte.

BBQ: Super, dann muss das nur im Praktikum gut laufen.

Marcel M.: Richtig, am Ende liegt’s dann auch zu 50% in der eigenen Hand.

BBQ: Wem würden Sie diese Umschulung empfehlen? Wer ist so der richtige Typ Mensch für diese Umschulung?

Marcel M.: Menschen, die Lust haben, ihr Gehirn zu quälen. Analytisch denkende Menschen. Am Ende, würde ich sagen, jeder, der Lust hat, sich in Gesetzestexte zu verbeißen. Und, der so einen kleinen Kern von Korinthenkackerei mit sich bringt. So’n Paragrafenreiter halt. Das ist keine schlechte Voraussetzung. Weil jeden Tag wird uns beigebracht: kein Handeln ohne Gesetzesgrundlage. Und am Ende kommt’s genau darauf an. Das ist nicht immer angenehm, aber gut für den Beruf.

BBQ: Okay *lachen* Ich habe auch keine weiteren Fragen. Vielen Dank für das Gespräch!

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